
Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge.
Weiß, Lila, Gelb.
Leuchten.
Ansonsten: Karge Natur.
Vielleicht ist noch Zeit?
Drei Impressionen aus den Bergen im März 2024:
Auf einer Bummelei fällt mein Blick zu Boden auf eine Baustellenmarkierung: „Aufbruch“. Ich muss lachen. „Natürlich“ fällt mir die Frühlingsqualität wörtlich vor die Füße.
Vor meiner Unterkunft steht ein Apfelbaum. Er trägt grüne Knospen, als ich anreise, und als ich abreise, explodiert ein weißes Blütenmeer. Zwischendurch geschieht: Nichts.
In der Unterkunft gibt es keine elektronischen Medien. Stille, Stille, Stille. Wieder zu Hause erzähle ich: „Ich konnte meine innere Stimme besser hören.“ So tauchte eines Tages ein inneres Bild auf: Ich sitze am Tisch, blicke durchs Fenster auf Apfelbaum, Bauernhof und Bergmassivspitzen – und schreibe.
Dieses Bild ließ mich aufbrechen. Aus Schreibsehnsucht über ein Schreibkloster in den Schreibraum und Lesesaal, den ich im Sommer öffnete.
Vielleicht lautet ein weises März-Wort so: Brich noch nicht auf. Gehe noch einmal in die Stille. Was hörst, siehst, träumst du? Warte ab, bis du sicher spürst und weißt: Jetzt!
